Weshalb tötet die Demenz medizinisch?

Die Medizin ist besessen von Krankheit. Das ist vorerst nicht negativ. Es ist ihre Bestimmung, denn es ist ihre Aufgabe, Krankheit zu heilen. Aber dann kommt eine Übersteuerung des anderen, das es sonst, selbst in der Medizin, auch noch gibt. So habe ich in meinen Feldstudien in den Kantonsspitalen Luzern und Aarau, feststellen müssen, dass die Medizin, selbst die Neurologie, bei der Diagnose Demenz die Neuroplastizität schlicht und einfach ausblendet. Und ohne Arbeit mit der Neuroplastizität endet jede neurodegenerative Krankheit, zu der auch die Demenz gehört (wenn man nicht vorher an etwas anderem stirbt, wegen Verlustes der Fähigkeiten zu schlucken, zu gehen, zu essen und zu trinken, zu kommunizieren und die Körperfunktionen zu kontrollieren, indem das Risiko für Komplikationen wie Lungenentzündung, Infektionen, Mangelernährung, Dehydrierung oder Folgen von Immobilität steigt) tödlich. Kommt dazu, dass die Demenz zudem auch tötet, wenn man es mit der üblichen, nicht-vitalitätsorientierten Pflege zu tun bekommt. Wir lehnen die Diagnose Demenz, eben weil Medizin und Pflege einen zu eingeschränkten Umgang damit haben, sich aber darauf stützen und auch das Umfeld von dementen Menschen damit drangsalieren, ab. Die Wirkung der Diagnose Demenz auf das Umfeld ist so negativ, dass meist verheimlicht wird, wenn jemand darunter leidet. Das Tabu beherrscht sogar die gesellschaftliche Öffentlichkeit. Die KESB hat sogar versucht, mich mit einem Publikationsverbot betreffend meine Mutter zu belegen. Die Gesellschaft schützt die Medizin darin, die dementen Menschen zu töten. Dies geht nur, indem man diesen Bereich der Medizin totschweigt, tabuisiert, und auch behördlich dafür schaut, dass nicht darüber berichtet wird. Wie nur könnte man den Jungen erklären, dass die Medizin tötet?